Druckerei

Druckertoner: Kleine Teilchen, große Wirkung

Unter Toner versteht man den in Druckern und Kopierern verwendeten Farbstoff. Druckertoner besteht dabei aus kleinsten, staubkorngroßen Teilchen, die zwischen 0,005 und 0,03 Millimeter groß sind. Die Teilchen, die aus Metalloxiden, Kunstharz, Pigmenten und anderen Hilfsstoffen zusammengesetzt sind, sind in ihrem Verhalten und ihrer Konsistenz Flüssigkeiten sehr ähnlich. Die Anforderungen im Kopier- und Druckbereich sind an die einzelnen Toner in den letzten Jahren stark gestiegen. Neben einem guten Druckergebnis und glatten Rändern, muss der Toner auch bei den feinsten Unterschieden die passende Schattierung einer Farbe darstellen können. Dies stellt die Entwickler von Tonern insbesondere im Bereich der Schwarz- und Grautöne aufgrund der Schlierenbildung vor eine große Herausforderung. Dabei muss der Druckertoner zusätzlich auf möglichst vielen unterschiedlichen Materialien verwendbar sein, ohne dabei zu plastisch zu wirken oder an den Druckerwalzen selbst haften zu bleiben. Darüber hinaus darf der Toner keine Feuchtigkeit aufnehmen und muss während der gesamten Verwendungsdauer seine optimale Druckqualität und Konsistenz behalten.

Derzeit sind insbesondere die folgenden Varianten von Druckertonern verbreitet: Bei Einkomponententoner ist der Toner in einer Kartusche untergebracht, bei der die gesamte Einheit bei Bedarf gewechselt werden kann. Der Toner ist dabei mit einem Entwickler versetzt und wird hier mittels einer so genannten Tonerbürste auf die elektrisch geladene Entwicklertrommel aufgetragen. Vorteil dieses Systems ist die relativ einfache Wartung, da stets eine einzige Kartusche getauscht werden muss. Aufgrund der hohen Schmutzentwicklung durch Tonerstaub ist der Verkauf in diesem geschlossenen System relativ umweltfreundlich und wenig belastend für den Anwender. Dem gegenüber steht jedoch der relativ hohe Preis für die Druckertoner, weshalb dieses System insbesondere bei Schwarz-Weiß-Druckern angewandt wird.

Beim Zweikomponententoner sind der Toner und der Entwickler getrennt in der Kartusche untergebracht. Als Entwickler kommen hier feine Eisenteilchen zum Einsatz, die jedoch nicht mit auf das Medium aufgebracht werden und somit auch nicht ersetzt werden müssen. Zweikomponententoner kommt dabei überwiegend bei Geräten mit hohem Druckvolumen zum Einsatz, da die Bauart der Geräte zwar aufwändiger und teurer ist, der Toner aufgrund der einfacheren Herstellung jedoch wesentlich billiger ist als bei Einkomponentensystemen.